Reifenlexikon

  • Nachschneiden

    Nur bei Nutzfahrzeugreifen vorgesehen. Bezeichnet das einmalige Vertiefen der Profilrillen bis zum Profilgrund. Dies wird bei der Herstellung des Reifens konstruktiv berücksichtigt.

  • Nässeverhalten

    Beim Bremsen auf Nässe muss der Reifen in der Lage sein, durch seine Gummimischung viel Wärmeenergie aufzunehmen.

  • Nassrutschfestigkeit

    Durch den Einsatz von Silica wird versucht, eine geeignete Gummimischung für die Lauffläche herzustellen, mit der eine bessere Nassrutschfestigkeit erzielt werden kann.

  • Niederquerschnittreifen

    Der Reifenquerschnitt beschreibt das Verhältnis von Flankenhöhe zu Laufflächenbreite. Der in den 20er Jahren übliche Ballonreifen mit einem Höhe-Breite-Verhältnis von fast 1 : 1 ist längst dem Niederquerschnittsreifen (bis zu 0,25 : 1) gewichen.

  • Normalkraft

    Mit Normalkraft wird das Gewicht eines Körpers bezeichnet, der senkrecht auf einer Unterlage steht.

  • Notlaufeigenschaften

    Besonderheit des Goodyear EMT: Der Reifen springt auch bei Druckverlust nicht von der Felge und erlaubt noch eine Restreichweite von bis zu 80 Kilometern bei einer Geschwindigkeit von max. 80 km/h - genug, um die nächste Werkstatt oder den nächsten Reifenhändler zu erreichen.

  • Notlaufkonzepte

    1. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, im Pannenfall die Mobilität zu erhalten.
    2. Klassisches Ersatzrad, das jedoch immer seltener eingesetzt wird.
    3. Notrad, nur zeitlich begrenzt und bis max. 80 km/h einsetzbar.
    4. Faltrad, wie Notrad. Zusätzlich mit Kompressor zum Aufpumpen und Entfalten.
    5. Reifendichtmittel mit und ohne Kompressor.(Bei PKW nur mit Kompressor)
    6. Selbsttragende Reifern (EMT, DSST). Hier übernehmen im Pannenfall die Seitenwände die tragende Rolle der Luft.
    7. PAX, mit neuartiger Befestigung des Reifens auf der Felge und mit Stützring
    8. CSR mit Stützring

    Bei den letztgenannten Versonen (5-7) braucht im Pannenfall nicht mehr angehalten zu werden, sie dürfen jedoch nur in Verbindung mit einem Luftdruckkontroll-System verwendet werden.

    Siehe: EMT, Pannenmobilität

  • Notlaufreifen

    Bei Goodyear werden seit 1994 Reifen mit der Bezeichnung EMT produziert. Damit sind Reifen gemeint, die eine selbsttragende Konstruktion haben. Dabei wird der Unterbau verstärkt, die Karkasse und der Gürtel verändert, die Seitenwände sowie die Wulstzone versteift. Diese Reifen lassen sich drucklos über längere Strecken fahren und können auf herkömmlichen Felgen montiert werden. Allerdings ist ein funktionierendes Luftdruckkontrollsystem vorgeschrieben.

    Siehe: EMT

  • Notrad

    Spezielle Räder, die genutzt werden können, um nach einer Reifenpanne kurze Strecken zurückzulegen. Es gibt zwei Arten von Noträdern: die schmalen Typen, meist kleiner als die Fahrbereifung, und die Falträder, die mit einem Kompressor aufgeblasen werden.

    Achtung: Das Fahren mit dem Notrad ist nur bis zu einer eingeschränkten Geschwindigkeit von meist 80 km/h erlaubt. Dieses Rad sollte nur kurzfristig benutzt werden, um Schäden am Achsdifferenzial der Antriebsachse zu vermeiden. Wenn möglich, sollte das Notrad auf eine nicht angetriebene Achse montiert werden.

  • Nullgrad-Abdeckung

    Fadenverlauf des Gürtels exakt in Laufrichtung.

  • Nutzfahrzeugungen

    Reifen, die speziell für LLKWs, LKWs und Busse entwickelt werden. Die Prioritäten liegen in der Wirtschaftlichkeit und der hohen Laufleistung.

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